Intern
    Zentrum für Experimentelle Molekulare Medizin

    Transgene Technologie
    Im Bereich der biomedizinischen Forschung sind transgene Mäuse ein ideales Modellsystem, um die Regulation und Funktion einzelner Gene sowie die Pathogenese verschiedenster Erkrankungen des Menschen  zu untersuchen. Zusätzliche Gene können in das murine Genom integriert werden oder ein endogenes Gen kann durch ein spezifisch mutiertes ersetzt werden. Der Gentransfer erfolgt in der Regel durch zwei unterschiedliche Methoden. Zum einen durch die Mikroinjektion von Genkonstrukten in die Vorkerne von Zygoten (additiver Gentranfer mit ungerichteter Integration der exogenen DNA). Zum anderen ermöglicht die homologe Rekombination in embryonalen Stammzellen (gene targeting) und deren Mikroinjektion  in murine Blastozysten/8-Zeller die Erzeugung von Mausmutanten mit einer gezielten genetischen Veränderung in einem bestimmten Genlocus (knock-out/knock-in).

    Mit dem Bereich „Transgene Technologie“ wird allen Wissenschaftlern der Universität Würzburg eine hochmoderne Einrichtung zur Verfügung gestellt, in der aktuelle Methoden zur Generierung genetisch modifizierter Mäuse, der Kryokonservierung von Embryonen und Spermien sowie der Hygienesanierung von Mauslinien durch Embryotransfer angeboten werden.

    Generierung transgener Tiermodelle
    • ES Zell basierter Gentransfer (knock out, knock in, klassisch und konditional): Blastozysteninjektion oder Laser-assistierte 8-Zell Injektion
    • Generierung transgener Mäuse durch DNA Mikroinjektion (Pronucleusinjektion)

    Mausmanagement
    • Hygienesanierung von Mauslinien über Embryotransfer
    • Revitalisierung kryokonservierter Linien
    • Kryokonservierung und Archivierung besonders wichtiger Linien über Zweizeller und/oder Spermien (Spermien: voraussichtlich ab 2013)
    • in vitro Fertilisation (voraussichtlich ab 2013)

    Mit der Sanierung von kontaminierten Mauslinien aus dezentralen Tierhaltungsbereichen wurde im letzten Jahr begonnen. Bislang konnten insgesamt 181 Linien erfolgreich in den SPF Bereich des ZEMM transferiert sowie eine Erhaltungs- und Produktionszucht unter „spezifiziert pathogenfreien (SPF)-Bedingungen" in der Tierhaltungseinrichtung des ZEMM aufgebaut werden. Im Jahr 2009 wurden darüber hinaus 15 “Transgenprojekte“ bearbeitet, für die insgesamt 30 Foundertiere generiert werden konnten.

    Die Kryokonservierung von Embryonen dient nicht nur der Kostensenkung, sondern stellt auch eine sichere Methode für den Erhalt wertvoller transgener Linien bzw. eines genetischen Status quo dar. Die Kryokonservierung von Embryonen ist wegen ihres hohen Aufwands jedoch nicht zur Backup-Konservierung geeignet, sondern für besonders wichtige Linien reserviert.

    Formulare
    Kryokonservierung
    Pronukleusinjektion
    Sanierung-Rederivation


    Leitung Transgene Technologie
    Prof. Dr. M. Bösl

    Zentrum für Experimentelle Molekulare Medizin
    Zinklesweg 10, 97078 Würzburg
    Telefon: (+49) 931-201 44078
    Telefax: (+49) 931-201 44079
    Transgene.Technologie@uni-wuerzburg.de

    Kontakt

    ZEMM (Universitätsklinikum)
    Zinklesweg
    Haus E7
    97078 Würzburg

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    Medizin, Geb. E7